… viel (bestimmt mit grammatikalischen und rechtschreiblichen Fehlern überhäufter) Text geworden …
Ich “besitze” ein paar “Patenkinder”. Eigentlich nicht nur ein paar, sondern einen ganzen Haufen. Eins dieser Kinder hat jetzt die erste Hälfte seines/ihres ersten Schuljahres hinter sich gebracht. Die Schule in die das Kind geht behauptet nun das das Kind im Unterricht nicht mitkommen würde und Schwierigkeiten hätte. Darüber war ich ein wenig erstaunt da das Kind schon vor locker zwei Jahren in der Lage war die Namen ihrer Schwestern in schriftlicher Form an Wänden und Türen zu hinter lassen. Zählen war auch nicht das Problem. Ihr Wortschatz ist und war auch schon weiter entwickelt als von anderen (bekannten) Kindern in ihren Alter. Ich halte sie eigentlich für recht Intelligent. Diese Einschätzung ist natürlich ohne objektivität und ohne fundiert pädagogisches Hintergrundwissen entstanden.
Ich hab mich jetzt interessehalber zweimal mit ihr hingesetzt und ein wenig Rechnen und Schreiben geübt. Am Anfang lief es wirklich nicht gut. Aber irgendwann schienen wir den Punkt gefunden zu haben wo es klick machte. Wir sind über den Zahlenbereich den sie in der Schule hat um das dreifache hinaus gegangen. Natürlich nicht rechnerisch, sondern nur was den Aufbau der Zahlen angeht, wie das System funktioniert. Ich hätte auch bis hundert mit ihr weiter machen können. Auch darüber hinaus da sie das Schreiben und Lesen der Zahlen verstanden hatte. Nun bin ich natürlich nicht so naiv zu glauben das das alles komplett in ihrem Kopf haften geblieben ist. Ich werde die Tage mal schaun was nach einer Woche noch übrig ist.
Beim Schreiben und Lesen ist es das selbe. Am Anfang war es schwierig. Da kamen dann so Sachen wie, den Buchstaben kenn ich nicht. Ich weiß nicht wie der da heißt. Bla bla. Die Wörter zum Schreiben durfte sie sich aussuchen. Ich habe sie dann vorgeschrieben. Sie mußte danach sagen wie die einzelnen Buchstaben des Wortes heißen. Da wo es mit den Benennen nicht klappte habe ich mit ihr zusammen die Wörter langsam und überbetont gesprochen bis sie drauf kam was das für ein Ding da auf dem Blatt ist. Bei den letzten Wörtern mußten wir auch schon weniger auf diese Methode zurück greifen.
Auf jeden Fall werde ich ein noch ein bissl Energie in die Sache rein stecken. Ich glaube das Problem liegt hier daran das die Schule die falschen Methoden anwendet. Oder nicht genug Zeit hat sich um ein einzelnes Schulkind zu kümmern.
Die Kleine ist auf jeden Fall hochmotiviert. Sie hatte Spaß dabei und ich mußte immer Schluß mit unseren “Lehreinheiten” machen.
Ich kriege grad gesagt das in der Klasse 27 Kinder sitzen. Die Klassenlehrerin hat vorher ab der Siebten aufwärts unterrichtet. Wo sind wir hier gelandet. Fast 30 kleine Menschen die in einen neuen Lebensrhythmus kommen. Die mit vielen für sie neuen Sachen konfrontiert werden. Dazwischen sicher zwei, drei Zwerge die verhaltensmäßig komplizierter sind und damit noch ein paar andere anstecken. Auf jeden Fall würde ich sagen das die Lehrerin in ihren 45 Minuten zu tun hat ihren Stoff durchzukriegen und für “Disziplin” zu sorgen. Außer der Reihe fällt da durch. Vielleicht sollte man mal untersuchen wie sich Lernleistungen in Bezug auf Vergrößerungen der Klassen verhalten.
Keine Kohle für genug Lehrer und unsere Zukunft, aber dafür das Fettsäcke die nicht genug kriegen können immer mehr in den Allerwertesten geschoben kriegen. Nicht “unsere” Jugend wird immer bekloppter sondern “wir” die für sie Verantwortung haben. Aber Verantwortung, das zeigt das tägliche Geschehen, scheint sowieso out zu sein. Wo wir glaub ich zum Teil wieder bei der arschlochfreien Kette wären.
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